🕓 Der Wasserzähler – Messgerät für den Wasserverbrauch

Der Wasserzähler ist ein unverzichtbares Bauteil in der Trinkwasserinstallation eines Hauses. Er misst genau, wie viel Wasser verbraucht wird, und sorgt somit für eine faire Abrechnung. Darüber hinaus ist jeder Zähler über seine Seriennummer eindeutig zuordenbar.

Im Folgenden erfährst du, wie ein Wasserzähler funktioniert, weshalb er so wichtig ist und welche unterschiedlichen Arten es gibt.


⚙️ Wie funktioniert ein Wasserzähler?

Ein Wasserzähler misst den Wasserdurchfluss – also wie viel Wasser in einem bestimmten Zeitraum durch die Leitung fliesst. Dies erfolgt entweder mechanisch oder elektrisch. Grundsätzlich gilt: Je mehr Wasser fliesst, desto schneller dreht sich das Zählrad und desto höher steigt der angezeigte Verbrauchswert.

💡 Gut zu wissen: Mechanische Zähler sind so konstruiert, dass sie bei einem Defekt unter Umständen weniger oder gar kein Wasser mehr zählen – jedoch niemals zu viel. Dadurch bleibt die Abrechnung fair.


🧾 Warum ist der Wasserzähler wichtig?

Ein Wasserzähler bildet die Grundlage für die Abrechnung durch den Wasserversorger. Auf diese Weise zahlt jeder Haushalt nur für das Wasser, das er tatsächlich verbraucht. Ohne Zähler müsste der Verbrauch geschätzt werden – was sowohl ungenau als auch unfair wäre. Deshalb ist der Einsatz eines Zählers sinnvoll.

Moderne Technik: In vielen Haushalten kommen heute Zähler mit Fernauslesung zum Einsatz. Diese übermitteln die Verbrauchsdaten automatisch an den Versorger – ganz ohne Terminvereinbarung oder manuelles Ablesen vor Ort. Das ist besonders praktisch, da viele Bewohner tagsüber arbeiten und so kein Aufwand für Hausverwaltungen oder den Eigentümer entsteht.


🛠️ Verschiedene Arten von Wasserzählern

Messgeräte für den Wasserverbrauch unterscheiden sich nicht nur in ihrer Grösse, sondern auch in ihrer Funktionsweise. Im Folgenden stellen wir dir die wichtigsten Typen kurz vor:

Mechanische Bauweise:
Diese Zähler arbeiten mit einem kleinen Flügelrad, das sich durch den Wasserstrom dreht. Die Bewegung wird mechanisch auf ein Zählwerk übertragen. So lässt sich der Wasserverbrauch präzise in Kubikmetern ablesen. Je schneller das Wasser fliesst, desto schneller dreht sich das Rad – und desto höher der Verbrauchswert.

Ultraschall-Wasserzähler:
Im Gegensatz dazu messen diese Zähler den Durchfluss mithilfe von Schallwellen. Dabei senden sie Impulse sowohl mit als auch gegen die Flussrichtung des Wassers. Aus der Zeitdifferenz berechnet das Gerät die genaue Fliessgeschwindigkeit – ganz ohne bewegliche Teile. Das macht Ultraschallzähler besonders wartungsarm und langlebig.

Ultraschall-Wasserzähler mit schematischer Darstellung der Messung
Magnetisch-induktiver Wasserzähler nach dem Faradayschen Prinzip

Magnetisch-induktive Zähler:
Diese Geräte nutzen das Faradaysche Induktionsgesetz. Fliessendes Wasser erzeugt dabei eine elektrische Spannung, die proportional zur Geschwindigkeit ist. Elektroden erfassen diese Spannung und wandeln sie in digitale Signale um. Auch hier sind keine beweglichen Teile notwendig – ideal für präzise und langlebige Messungen bei leitfähigen Flüssigkeiten.


🔍 Wartung und Kontrolle

Damit Wasserzähler zuverlässig arbeiten, sind sie ab Werk geeicht. Somit ist sichergestellt, dass sie zu Beginn ihrer Einsatzzeit korrekte Werte liefern. Trotzdem kann die Genauigkeit im Laufe der Jahre nach lassen – deshalb sollten sie nach rund 10 bis 15 Jahren ausgetauscht werden. In der Regel übernimmt dies der Wasserversorger automatisch. Die gute Nachricht: Die Kosten sind meist bereits im Grundpreis enthalten, sodass für dich kein zusätzlicher Aufwand entsteht.

Falls du jedoch feststellst, dass dein Wasserzähler plötzlich ungewöhnlich hohe Werte anzeigt, solltest du rasch handeln. In solchen Fällen ist es wichtig, einen technischen Defekt oder ein Leck auszuschliessen – idealerweise durch einen Fachbetrieb. Denn nur so lässt sich sicherstellen, dass deine Abrechnung weiterhin fair und korrekt bleibt. Darüber hinaus schützt du damit auch deine Immobilie vor möglichen Folgeschäden durch unbemerkte Wasseraustritte.


💡 Praktischer Tipp: Vergleiche regelmässig deine Wasserrechnung mit früheren Abrechnungen. Falls du dabei Abweichungen feststellst, kannst du rechtzeitig reagieren – zum Beispiel, indem du nach einem undichten Hahnen suchst oder dein Nutzerverhalten überdenkst.

💡 Falls es doch einmal zu einem Totalausfall kommt, ermitteln viele Wasserversorger den Durchschnittsverbrauch über die letzten sieben Jahre. Dadurch wird auch in solchen Fällen eine faire Abrechnung gewährleistet.


📚 Weiterführende Informationen

Mechanischer Wasserzähler
Ultraschallwasserzähler
Magnetisch Induktiver Wasserzähler
← Wasserverbrauch im Alltag bewusst reduzieren
Aquindo
Die Inneninstallation der Trinkwasserversorgung →